Deutscher Meister JBBL 2012

JBBL Meister 201220 Jahre hatten die Paderborn Baskets auf ihre erste Deutsche Meisterschaft gewartet. Im letzten Sommer gelang es der U14-Mannschaft dann endlich, den begehrten Titel erstmals an die Pader zu bringen. Nicht einmal ein Jahr später kann sich Paderborns Basketballgemeinschaft bereits über die nächste nationale Krone freuen. Denn am vergangenen Sonntag krönte das Baskets-JBBL-Team ihre famose Saison mit einem 88:75-Sieg im Finale des TOP4 und einer verdienten Deutschen Meisterschaft.

Die beiden historischen Erfolge weisen dabei einige unverkennbare Parallelen auf: So standen mit Niklas Kiel, Luis Figge, Till Pape, Fritz Hemschemeier, Jonas Kloppenburg, Mohness Waizy und David Leff gleich sieben U14-Meister im siegreichen U16-Kader. Und auch an der Seitenlinie schien auch Coach Stefan Schettke nach dem ersten Titelgewinn auf den Geschmack des Siegens gekommen zu sein. Zusammen mit den erfahrenen Jannis Bartels, Jonas Strümpel, Jan Pennig, Serkan Soylu, Noah Krüger, Alan Boger, Alexander Michels, Eyyub Sönmez, Jannik Meinberg, Pelle Wippermann und Lars Kamp bildeten sie die stärkste JBBL-Mannschaft Deutschlands.

Letzterer Kamp war es auch, der die Finalpartie gegen den Nachwuchs des FC Bayern München, mit einem energischen Auftritt einläutete und großen Anteil an der frühen 22:11-Führung der Paderborner hatte. Dann kam das Baskets-Spiel allerdings etwas ins Stocken. Neben einem technischen Fouls wegen Verstoß gegen die Mann-Mann-Verteidigung war es vor allem Bayern-Guard Tim Hasbargen, der die Domstädter vor einige Probleme stellte und durch einen Korbleger zur ersten größeren Bayern-Führung (27:33, 16. Min.) traf.

JBBL Meister 2012

Die Schettke-Truppe wusste zu reagieren und hatte sich durch gutes Zusammenspiel von Lars Kamp und Niklas Kiel bis zur Pause auf 35:35 zurückgekämpft. Über die Saison hinweg war ein guter Halbzeitstart ein Markenzeichen der Baskets und auch diesmal sollte Trainer Stefan Schettke die richtigen Worte finden: Nach nicht einmal zwei Minuten hatten sich die mit Paderborner bereits eine 43:35-Führung erspielt. Dieser energische Auftritt überraschte selbst den Übungsleiter: „Es war wirklich Wahnsinn, mit welcher Intensität und welchem Siegeswillen die Jungs in die zweite Hälfte gestartet sind.“ Und es sollte noch besser kommen. Durch Punkte von Alan Boger und Lars Kamp und Niklas Kiel hatte man sich drei weitere Minuten später einen 57:40-Vorsprung herausgespielt und durfte erstmals von der JBBL-Trophäe träumen.

Schnell wurden sie jedoch wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt, kämpften die Bayern doch mit aller Kraft um ihre Chance, in die Partie zurückzufinden. So gelang es dem FCB bis zum Ende des dritten Viertels auf zehn Punkte (64:54) heranzukommen. Die Partie war alles andere als entschieden, was auch die Anfangsminuten des finalen Spielabschnitts verdeutlichen sollten. Einige vermeidbare Fehler auf Seiten der Baskets nutzen der Bayern-Nachwuchs eiskalt, um auf 64:60 zu verkürzen. Der Führungswechsel schien greifbar, doch die Münchener hatten die Rechnung ohne die Nationalspieler Lars Kamp (29 Punkte) und Niklas Kiel (23 Punkte) gemacht. Das Duo übernahm in dieser kritischen Phase erneut Verantwortung und sorgte mit wichtigen Punkten zum 72:63 (36. Min.) für kollektives Durchschnaufen auf der Baskets-Bank und bei den über 100 mitgereisten Paderborner Fans. Alan Boger und Kamp erhöhten wenigen Augenblicke später auf 78:65 – der Titel schien zum Greifen nah, doch erneut wehrten sich die Bayern und kämpfen sich noch einmal auf 78:70 heran (37. Min.).

Letztendlich behielten die Domstädter am Ende aber die Nerven und gewannen hinter einer ausgeglichenen und ansprechenden Teamleistung verdient mit 88:75 und damit die erste U16-Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

JBBL Meister 2012

„Wir haben zum richtigen Zeitpunkt in der Saison unseren besten Basketball gespielt. Es hat wirklich Spaß gemacht, zuzuschauen und die kontinuierliche Weiterentwicklung über die Saison zu sehen“, gab ein hocherfreuter Stefan Schettke zu Protokoll. Sowohl im Halb-, als auch im Finale kamen bei der Paderborner alle zwölf Akteure zum Einsatz. „Ein Ausdruck unserer Ausgeglichenheit und einer super Team-Chemie“, so Schettke weiter.

Als „sensationellen Erfolg“ beschreibt Baskets-Geschäftsführer Sven Schaffer den Titelgewinn. „Den Sieg haben sich die Spieler und Trainer absolut verdient. Über das Jahr hinweg haben sie eine unglaubliche Entwicklung vollzogen. Insgesamt zeigt uns der Erfolg, dass wir mit dem Projekt ‚Talentoffensive OWL‘ konzeptionell auf dem richtigen Weg sind und die Spieler viel versprechend entwickelt werden. Ein super Sache für unser Programm“, freut sich Schaffer.

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Foto 1: NBBL

Foto 2, 3: Ulrich Petzold

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